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Heyho, mir kam ne Idee, mal zusammen zu tragen, was die Umsetzung der jeweiligen Projekte zur digitalen Selbstversorgung ausmachen, und wieviel Zeit & Mühe sie beanspruchen.

Es geht mir zum einen darum, ob sich wie im Fediverse schon öfters dargestellt, Menschys zu kleinen Gruppen formieren, was Finanzierung & Wartung von FOSS Alternativen angeht.

In den letzten Tagen kamen von Zweien in meiner TL dazu recht umfangreiche Service-Listen.

Daraus ließen sich evtl. auch Handouts fertigen, um dieses Konzept zu übertragen/multiplizieren.. damit nicht jeder das Rad neu erfinden muss...

Sich von den ganzen Monopolen zu lösen halte ich für einen essentiellen wichtigen ersten Schritt.

Bspw.: Mastodon-Instanz
x€ f. Domain, x€ für Server
ca. xh Zeit zur Installation.
ca. xh/woche Zeit zur Wartung.
Empfehlungen, Tipps, Risiken.

Außerdem... in Anbetracht der Lage (lange, dunkle Wintermonate, möglw. Lockdown-ähnliche Verhältnisse) wäre das auch 'ne nette Ablenkung 🙂

Es gibt hier im so viele Menschys, kreativ, innovativ & hoch motiviert. Es ist wirklich phantastisch!

Und es gibt schon so viele Möglichkeiten, einzelne Ideen, die sich vllt auch zu einer größeren Matrix zusammenfügen lassen.

Es gibt Maps, Listen, Search-Tools .. vllt braucht man diese auch nur geringfügig zu erweitern, um diese "Hilfe zur Selbsthilfe" in die autonome digitale Selbstversorgung mit maximaler Privatsphäre & guter Preis/Leistung zu bringen. (1/2)

Bspw. mit & , dazu mit Analysen, mit dem Anschluß an & , , , .. hach eigentlich sind wir richtig gut aufgestellt.

Ich bin es Leid auf irgendwelche Entscheidungen aus der Regierung zu warten bzw. immer die gleichen Verschlimmbesserungen zu erleben.

Hier könnten "wir" einfach was tun.. und jeden mit seinen Fähigkeiten mitnehmen. (2/2)

@amaz1ng Verstehe ich das richtig quasi eine Kosten-Nutzen Rechnung für #FOSS? Gute Idee, würde mich beteiligen.

@hekop
Jep, sowas in der Art.. bin noch n bissl im Morgen-Taumel..

@favstarmafia hatte gestern z.B. das Modell mit den 200 Usern einer Instanz, wenn die 10€ monatlich kostet, von denen jeder der es kann 1€/mtl. spendet, können 190 mitgenommen werden.

Ich will gedanklich auch weg vom "Geiz ist Geil" Modell, was ja ebenfalls katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Sicherheit im Internet erzeugte.

@favstarmafia Jep.. sehr richtig...

Allerdings hab ich hier noch keinen überzeugenden Weg gefunden.
Leider ist ja meine Erfahrung, dass zu Beginn meist Viele da sind & sich dass recht schnell ausdünnt.

Am Ende sinds oft nur noch 1-2 Leutz, welche die Arbeit stemmen.

Da brauchts irgendwie einen fundamentalen Logik-Klick.
Weil mit moralischer Keule & schlechtem Gewissen verscheucht man die restlichen auch noch..

@hekop

@amaz1ng

Deshalb muss man von Anfang an klären, wie die Kosten und die Arbeit verteilt werden, sonst ist am Ende einer der Depp der die Verträge an der Backe hat und alle anderen sind weg.

Genau deshalb bin ich ja zu so einem Verein wie Anoxinon, da wird alled auf viele Schultern verteilt und über die Beiträge bezahlt.

Die Verträge werden mit dem Verein geschlossen, den man notfalls auflösen kann.

@hekop

@favstarmafia
Klar... welche juristische Schnittstelle kann man ins Visier nehmen, um aus persönlicher Haftung zu kommen.

Vielen ist der Begriff "Verein" jedoch bereits ein Dorn im Auge. Ist n Erfahrungswert.
Auch wenn ich einen Verein als gutes Modell empfinde.
Vielleicht gibt es auch hier noch Ideen zum Nachbessern oder gar neue Wege.

Doch dazu hab ich zuwenig Expertise in dem Bereich.

@hekop

@amaz1ng

Du brauchst eine Rechtsperson die kein Mensch ist, da kenne ich nur Vereine oder Genossenschaften oder Natürlich eine Firma, aber genau das wollen wir ja in diesem Fall nicht.

@hekop

@hekop
Wichtig finde ich hier auch, dass die Begrenzung auf 200 Menschys erwähnt wurde. Da dieser Kipppunkt, ab wann ein Projekt zu groß wird & sich andere Prioritäten dazwischen drängen immer Beachtung finden sollten.

Bspw. von @favstarmafia immer wieder die Erwähnung von Größenordnung & Entwicklung von Machtstrukturen bei Instanzen, die bspw. 50k User beherbergen, ggü Instanzen bis max 500 Usern.

@amaz1ng Wir müssten nachhaltige Strukturen schaffen... ich habe liebe Menschen mit Smartphones auf Lineage-Basis versorgt, das funktionierte gut, so lang ich da gelegentlich drüber schauen konnte. Dann kam der Lockdown und ich konnte nicht mehr hinfahren. Der Handy-Mensch ums Eck dort kann Google, WhatsApp, Chrome, aber nicht Lineage, Signal, FDroid. Für die Menschen war das damit keine bessere Handlungsfähigkeit, sie wurden stattdessen komplett ...

@amaz1ng ... abhängig von mir. Das scheint mir zunehmend zur Achillesferse dieser ganzen alternativen Konzepte zu werden. Dass Jane Doe dort durch Fleiß und Lernen wirklich selbst handlungsfähig wird, halte ich für eher unrealistisch, dafür braucht es schlicht zu viel Wissen und Zeit, teilweise technisches Grundverständnis, das nicht jedem zugänglich ist.

@z428 @amaz1ng Aber nichts tun ist irgendwie auch nicht die Lösung. Ich versuche ja auch, das Wissen in die Fläche zu kriegen, aber es gestaltet sich schwierig. Was wäre also Dein Vorschlag?

@viennawriter, soweit ich dich gelesen habe, bist du auch schon Ewigkeiten dabei & hast auch die Anfänge mitbekommen.. also die Zeit vor "Geiz ist Geil".

"Damals™️" waren die Leutz wesentlich bereitwilliger, sich einzubringen & guckten nicht gleich darauf, was sie davon haben.

Ich habe zunächst keine Lösung. Ich kann mir aber vorstellen, solange wir das diskutieren bzw. das Thema in uns gärt, evtl. neue Ansätze entstehen. (1/2)

@z428

@viennawriter

Ich sehe die ganzen Hindernisse im festgefahrenen System. Und das ziemlich umfänglich.

Ich befürchte da kommen "wir" auch nicht raus, wenn wir mit den Werkzeugen versuchen es zu lösen, die uns da hineingebracht haben. (2/2)

@z428

@viennawriter Ich habe keine gute Idee. Vermutlich liefe es darauf hinaus, bessere Strukturen aufzubauen und zu unterstützen, aber das braucht Planung, Präsenz, Verbindlichkeit. Ich weiß nicht, ob das hinzubekommen ist mit losen Strukturen aus Freiwilligen, die letztlich in ihrer Freizeit Dinge aus sehr verschiedenen Motivationen tun. Ich glaube, das ist ohne Marktregulierung nicht lösbar.

@amaz1ng

@z428
Naja.. vielleicht.. vielleicht auch nicht :-)

Ich habe so um 2018 sehr viel u.a. mit Jürgen Wiebicke philosophiert. Und auch für unsere Demokratie verorteten wir die Probleme des Mitmachens im Konsumverhalten.

Es den Markt regeln zu lassen ist eben genau der Impuls, der das Problem bedient statt der Lösung.

Die Attraktivität irgendwie umlenken 🙂
(1/2)

@viennawriter

@z428
Bspw: derzeit werden Menschen mit Besitz oder Reichtum oft bewundert.

Ihnen die Bewunderung abzuerkennen ist eine negative Handlung, sowas wie Neid/Missgunst & bindet die "Energie" unnötig daran fest.

Wenn nun die Bewunderung andere Faktoren beachten würde, wie:
"Du bist reich, zeig mal wie du es teilst" - also Reichtum ist nicht schlecht, sondern nur ne Ressource, würde es automatisch auch Reichtum nur zu haben unattraktiv machen.
(2/2)
Ja, bin Idealist :-)
@viennawriter

@z428 @viennawriter
Sorry.. kann es gerade nicht wirklich in Worte fassen, was ich da meine... ist einfach zu komplex, um es in 500 Zeichen zu pressen...

@amaz1ng Für mich ist die Schlüsselfrage dort trotzdem: Wie erreiche ich eine kritische Masse, sowohl erstmal grundsätzlich von der Kommunikation her als auch aus der Brille, dass sich in manchen Umgebungen Menschen den Verzicht auf WhatsApp und dergleichen schlichtweg nicht leisten können, egal wie sehr wir sie motivieren oder Shaming betreiben (zu bequem, zu faul, ...)? Konsumverhalten scheint mir dort als Erklärung zu kurz zu springen.

@viennawriter

@z428
Es gibt da wohl einen Begriff für:
"Wir haben jetzt jahrelang in unsere Infrastruktur investiert, da können wir jetzt nicht mehr abbrechen. Auch wenn es eine bessere Lösung gibt, die sogar kostengünstiger & ressourcenschonender ist".

Der Begriff liegt mir auf der Zunge.. irgendwas mit "Negativ" "Investition" "Kosten" "Bilanz"

Ich verstehe sehr gut, dass das Konsumverhalten zu kurz gedacht erscheint.

Nur.. mit wachsendem Wohlstand scheint die Bereitschaft zu schwinden.

@viennawriter

@amaz1ng Ich glaube aber, das ist auch viel Ignoranz und Bequemlichkeit auf der anderen Seite. Etwa WhatsApp. Hier in meinem Umfeld ist das populär geworden, weil es faktisch ein 1:1-Ersatz für SMS wurde. Es brauchte kein zusätzliches Adressbuch, kein Suchen nach Kontakten, kein zusätzliches Login, und die Bedienung war ähnlich. Die gängigen offenen Lösungen (insbesondere XMPP und Matrix) sind ein Vielfaches komplizierter, wenn ich dort ...

@viennawriter

@amaz1ng

Kurzer Beitrag: gerade eingefallen, gibt auch das Modell, Fehler ein gestehen und abschreiben...
de.m.wikipedia.org/wiki/Versun

@topio
Ja, Danke dir!

Mir ist so, dass der Begriff noch etwas anders war.
Doch thematisch passt das ja sehr gut.

Gibts ja auch im großen Stil: Flughafen BER 🙂

@amaz1ng ... einen Account haben und meine Herzensmenschen wieder erreichen möchte, selbst gegeben, dass sie dort sind. Warum ist das so? Warum orientieren wir als Befürworter und Bauer von Alternativen nicht mehr an dem, was andere Anwendungen bringen und was offensichtlich geholfen hat, Nutzer zu überzeugen und zu gewinnen?

@viennawriter

@z428
Naja...

mein Impuls ist hier, dass ich als Entwickler (im weitesten Sinne) mich um Alternativen bemühe & auch noch phlegmatisches Verhalten derer auf mich nehme, die durch eine gewisse Oberflächlichkeit, dieses "Bediensystem, was gleichzeitig weder etwas kosten darf, noch zuviele Hirnregionen fordert" erhalte.
Da wird dann selbst die Farbe zu einem Problem.

Als Berliner mit entsprechender Schnauze würd ich sagen:"den Arsch nach tragen" 🙂

(Nicht!) 🙂

@viennawriter

@z428
Will die jetzt natürlich nicht als Vorwand verwenden, um rein technisierte, komplizierte Systeme zu rechtfertigen.

Nur will ich diese Zielgruppe nicht zum Hauptbestandteil meiner Bemühungen machen.

Vielleicht ein Überbleibsel aus meiner Zeit als Dozent in der Erwachsenenbildung, wo ich das Missverhältnis von "Lernen wollen" sehr bitter erfahren durfte.

@viennawriter

@amaz1ng Versteh ich sehr gut. Ist aber ein Stück weit eben (zumindest aus meiner Sicht) auch dieses Problem, kostenlos freie Alternativen "pro bono" zu entwickeln, die aber Nutzer erreichen müssen, die diese selbstredend vergleichen mit Tools, die von bezahlten Profis in deren Dayjobs entwickelt werden und deren Herstellerfirmen viel Kraft investieren, möglichst viele Menschen zu bedienen. 😔

@viennawriter

@z428 Jep, das ist ein großes Problem.

Da es sich wiederholt & absolut hartnäckig hält, erzeugt in mir eben den Gedankensplitter, dass "wir" da immer die gleichen Lösungen verwenden, & scheitern.

Vielleicht ist es auch ein kultureller Unterschied, ohne in DE jemanden zu Nahe treten zu wollen, das gesamte Konsumverhalten verzerrt die Problematik.
Selbst das Ehrenamt betrifft es.

Altruistische Visionen zerschellen immer wieder an den Grundstrukturen, welche uns umgeben. (1/2)

@z428 Bspw. habe ich ein Angebot bekommen, mich als Admin um einen kleinen Aufgabenbereich im Flüchtlingssektor zu kümmern.
Ich würde das gerne machen, doch als MiniJob gerate ich da in Bedrängnis. Ich würds gern ehrenamtlich machen, doch dass ist so nicht vorgesehen.

Ich würde mich hier zB. freuen, dass meine Entlohnung umgewandelt werden kann in Spenden, die ich normalerweise für NGOs etc. aufwende. Geht aber nicht, weil das kaufmännisch den Auftraggeber in Bedrängnis bringt. (2/2)

@amaz1ng @z428 , ich kann Deine "(2/2)"-Beiträge hier nicht finden/lesen. K.A. ob das ein Mastodon- oder Friendica-Problem ist. In diesem Thread ist es mir nur mehrfach aufgefallen. Ich trigger mal nen DevOp von friendica.

@diritschka Oh, das ist ja doof.

Sorry.

Eigentlich sollten sie als jeweilige Antwort unter dem vorhergehenden Beitrag stehen.

also
1
+- 2
+- 3
...

@z428

@amaz1ng mach nicht den Fehler wie die meisten hier, das Potential von vielen Freiwilligen zu überschätzen. Denn es ist nicht möglich diese Interessen zu kanalisieren. Das habe ich schon sehr oft versucht und bin immer gescheitert.

Vielen geht es hier natürlich auch darum sich selbst darzustellen und verwirklichen zu können (was absolut legitim ist).

Deshalb gibt es zwar ganz viele Energie im Fediverse, aber die geht nicht in eine Richtung und das wird vermutlich auch immer so bleiben.

@favstarmafia Naja, ob ich das Potential überschätze.. es kann sein.

Ich bin von meiner ganz persönlichen Eigenschaft ein Typ, der nicht anders kann!

In meiner tiefsten Überzeugung gehe ich davon aus, dass Motivation & das Visionieren einer Zukunft unglaublich große Energien freisetzt.

Und wenn das geografisch nicht hier in DE bzw. EU stattfindet, dann irgendwo anders auf diesem Planeten.. wegen KollektivBewusstsein und so 🙂

@amaz1ng es geht nicht um das Vorhandensein von Energie, es geht darum die Energie von Freiwilligen zu kanalisieren, dabei gibt es unglaublich viel Reibung und Verluste, dessen sollte man sich immer bewusst sein.

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